Eine Frau hält in ihrem Vorratsraum eine Konserve in der Hand (gestellte Szene).
Keine Panik! Aber es ist immer gut zu wissen, dass man noch einige Vorräte im Keller hat. Bildrechte: picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose

ChecklisteFür den Notfall: Welche Vorräte und wie viel Wasser sollte man im Haus haben?

02. April 2025, 08:38 Uhr

Naturkatastrophen und andere Ereignisse können dazu führen, dass Häuser oder ganze Ortschaften von der Versorgung abgeschnitten sind. Fällt beispielsweise der Strom oder die Wasserversorgung über eine längere Zeit aus, hat das Folgen für den Alltag. Was darf in keinem Haushalt fehlen, um für einen eventuellen Versorgungsengpass gewappnet zu sein?

Tipp: Vorräte und Wasser für zehn Tage

Die Empfehlung: Jeder Haushalt sollte einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln vorhalten, der für mindestens zehn Tage reicht.

Für den Fall, dass die Trinkwasserversorgung ausfällt, sollte man - ebenfalls für zehn Tage - je zwei Liter Wasser pro Person und Tag im Haus haben. Für zehn Tage wären das also 20 Liter pro Person, für einen Drei-Personen-Haushalt dann entsprechend 60 Liter. Das können aber auch Säfte oder andere lagerfähige Getränke sein.

Diese Lebensmittel sollten Sie immer da haben:

10-Tage-Vorrat pro Person
LebensmittelMenge 
Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis3,5 kg 
Gemüse, Hülsenfrüchte4,0 kgGemüse und Hülsenfrüchte im Glas oder in Dosen sind bereits gekocht, für getrocknete Produkte wird zusätzlich Wasser benötigt.
Obst, Nüsse2,5 kgBevorraten Sie Obst in Dosen oder Gläsern und verwenden Sie als Frischobst nur lagerfähiges Obst.
Milch, Milchprodukte2,6 kg 
Fisch, Fleisch, Eier bzw. Volleipulver1,5 kgFrische Eier sind nur begrenzt lagerfähig, Volleipulver ist mehrere Jahre haltbar.
Fette, Öle0,357 kg 
Sonstiges z.B. Zucker, Süßstoff, Honig, Marmelade, Schokolade, Jodsalz, Fertiggerichte, Kartoffeltrockenprodukte, Mehl, Instantbrühe, Kakaopulver, Hartkekse, Salzstangen

Die Empfehlung: 2.200 kcal pro Person und Tag. Damit ist im Regelfall der Gesamtenergiebedarf eines Erwachsenen abgedeckt.

Ebenfalls im Haus haben sollte man...

  • HAUSAPOTHEKE: Verbandskasten, verordnete Medikamente, Schmerzmittel, Desinfektionsmittel, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, Fieberthermometer, Mittel gegen Durchfall, Insektenstichsalbe, Pinzette, Elektrolyte, Splitterpinzette


  • HYGIENEARTIKEL: Seife, Waschmittel, Zahnbürste, Zahnpasta, Einweggeschirr & -besteck, Haushaltspapier, Toilettenpapier, Müllbeutel, Campingtoilette, Ersatzbeutel, Haushaltshandschuhe


  • STROM-ALTERNATIVEN: Kerzen, Teelichter, Streichhölzer, Feuerzeuge, Taschenlampe, Reservebatterien, geladene Ersatzakkus oder Powerbanks, Campingkocher mit Brennmaterial

  • GEPÄCK FÜR DEN NOTFALL: Erste-Hilfe-Material, handbetriebenes Radio, Medikamente, Dokumententasche, Verpflegung für zwei Tage, Wasserflasche, Taschenlampe, Schlafsack, Kleidung, Hygieneartikel, Wetterschutzbekleidung, wetterfeste Schuhe, Ausweis, Geld, Wertsachen

HinweisDieser Artikel wurde erstmals am 07.02.2020 veröffentlicht und zuletzt am 28.03.2025 aktualisiert.

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Dieses Thema im Programm:Das Erste | BRISANT | 28. März 2025 | 17:15 Uhr